Ich denke, so ist die Fragestellung falsch, weil sich daraus eine Abkehr vom Leben ableiten ließe
Trotz aller Beschränkungen, welche uns der Parkinson auferlegt, sollen wir uns freuen über die mannigfaltigen Möglichkeiten von Aktivität und Erlebnisse, welche trotz allem möglich sind. Diese in jedem Stadium unserer Krankheit wach zu halten oder auch neu zu finden ist ungemein wichtig, um die Lebendigkeit in uns und gegenüber dem Mitmenschen wach zu halten. Schließlich ist ja der eiserne Klammergriff des Rigor auszutrixen
Das setzt allerdings voraus, daß wir unsere Phantasie gebrauchen und uns immer wieder ein paar Stunden gönnen, die Vorausschau und Lebensplanung neu zu durchdenken, neu zu gestalten.
Jeder Gedanke: das kann ich nicht mehr - das geht nicht mehr - das darf ich nicht - alles ist durch seine negative Färbung nur dem Krankheitsverlauf förderlich
Gerade jetzt, in unserer Einschränkung, können wir die Sinne öffnen für die angenehmen, schönen und begeisternden Dinge in unserem Leben. Indem uns der Parkinson das alt gewohnte Tempo nimmt, uns auf die Langsamkeit prägt, erhalten wir dafür mehr Ruhe und Muße zum Geschenk, mehr Besinnlichkeit und die Chance, uns auf Dinge einzulassen, an denen wir früher mit unserem Körper, aber auch mit der Seele, vorüber gehetzt sind.
Machen Sie sich eine solche Einstellung zu eigen,
werden Sie nach einiger Zeit mit Verblüffung feststellen, welch reich
bestellte Felder auf ihre Ernte warten. Nachdenklich werden Sie erleben,
daß Krankheit ein neuer wertvoller Weg sein kann, für eine Forschungsreise
ins eigene Innere und hinein in die Menschheit. Dennoch mögen beisherige
Gewohnheiten und Liebhabereien immer unmöglicher werden: So sollte
z.B. Leistungssport aufgegeben werden, weil er in kürzester Zeit sehr
viel Dopamin verbraucht
Jegliche Überanstrengung des Körpers
und der Seele ( des Gemüts ), auch der geringste Euustreß kann
für eine Zeit die Symptome verstärken
Oder aber man nimmt diese Phänomen hin und wieder bewußt in Kauf, weil man eben doch nochmal voll auf die Pauke hauen will. Aber mit der Zeit sortiert sich jegliches Verhalten von selbst
Ob Eustreß oder Disstreß: jeglicher Streß sollte vermieden werden.
Gut ist eine gleichmäßig temperierte
Gemütslage.Die kann man einüben
Alkohol ist präzise gesehen
Und wir haben eine Nervenkrankheit
Außerdem ist zu diesem Punkt der Beipackzettel genau zu lesen.
Trotzdem wird bei gegebenen Anlaß ein (
1 ) Glas Wein ein herrlicher Genuß sein.
Das Rauchen sollte eingestellt werden. Unser Organismus ist schon genug belastet
Es ist ja so: wenn der esrte Schreck über unsere Erkrankung ein schen abgeflaut ist und wir bewußt den Lebensweg wieder unter die Füße nehmen, weil wir ja weiterhin aktiv am Leben teilnehmen wollen, werden wir irgendwann mit der Nase darauf gestoßen: "was man besser nicht macht"
aber auch: welche Faszination alles Neue auf uns Ausübt.
Dabei ist es Lebensfördernd und hilft die Krankheit dämpfen, wenn wir die Arbeit auf uns nehmen und uns eine genaue Vorstellung der Inhalte und Werte machen, um derentwillen wir wirklich noch leben wollen.
Ohne gibt´s
keinen Schwung
und die Energie nimmt rapide ab
Autofahren
ist nicht verboten und bei Polizei und vor allem bei den Versicherungen nicht indiziert. Sollte doch einmal voreilig der Führerschein eingesogen werden, kann man ihn erfolgreich über einen Rechtsanwalt zurück bekommen
Trotzdem:
wenn öfters und immer häufiger Angst eine ungeladene Beifahrerin wird, sollte das Auto besser abgemeldet werden
Eiweißreiche Nahrung zur Zeit der Tabletteneinnahme sollte auf jeden Fall vermieden werden, weil das Eiweiß vor dem Eldopa durch die Blut - Hirnschranke will und hinter sich dicht macht. Es entsteht dann trotz Tabletten - Einnahme ein Dopamin - Defizit
Lösung: Eiweißreiche
Nahrung zur abendlichen Mahlzeit zu sich nehemen.
Bis auf die Ausnahme - Empfehlungen sollten wir alles so lange ausüben, wie es geht. Entstehen Unsicherheiten, Konflikte - ist Veränderung angesagt
Kommt es zur permanenten Symptom - Verstärkung ist die Veränderung der Lebensführung aus sich heraus zwingend.
Lebensfreude muß dadurch nicht geschmälert werden oder verloren gehen.
Im Übrigen: wie sich schon bei der Einstellung mit den Medikamenten zeigt: wir Parkinsonisten sind ausgeprägte Individualisten.
Und Jeder muß die ihm passenden Stiefel finden und sich auf den Weg machen, aber das aktiv, aus der eigenen Kreativität heraus und sich nicht vom Leid zur Schnecke machen lassen
Der menschliche Geit bietet uns die Möglichkeit und die Kraft an, stand zu halten - immer wieder.
Diese Kraft nutzen - die Arbeit jedoch müssen wir leisten,
immer wieder.