Gegen die innere Lähmung 1
Jeder möchte sein Leben bewußt und souverän gestalten.
Wir Parkinsonisten arbeiten dabei unter erschwerten Bedingungen.
Rigor,Verlangsamung, Depression zwingen uns wie in einen Schraubstock und behindern einen Großteil unserer Aktivitäten.
Da der gesunde Mensch schon von Natur aus eine gehörige Portion Bequemlicheit mitbekommen hat, endet mancher Tag mit dem Resümee:
Wieder nichts getan. Nur rumgesessen - rumgehangen.
Das ist dem Fortschreiten unserer Krankheit sehr förderlich.
Also:
Manchmal werden wir plötzlich durch einen "unerwarteten Lebensimpuls" angeregt:
das schnelle Auto, das uns beim Überqueren der Straße die Beine beflügelt. Oder der positive Reiz einer Freude:
im FS war neulich zu sehen, wie der Boxer Mohammed Ali, von fröhlichen Halbwüchsigen bestürmt, auf einmal wieder die Fäuste schwang und schnelle tänzelnde Beinarbeit zeigte.
Also: Abruf von Lebensimpulsen- willentlich - bewußt:
Zettel und Stift oder Diktiergerät,
oder einen Anderen bitten, zu notieren:
Aufschreiben und sammeln:
Alle Dinge, die Freude in Dir auslösen, die Dir persönlich so viel wert sind,
dafür um etwas mehrLebensqualität zu kämpfen.
Wofür ?- Für wen ?
möchtest Du morgens aufstehen, um den Tag zu gestalten?
Diese Werte genau beschreiben..
Für jeden Wert ein Karteikärtchen oder einen Zettel anlegen.
Diese Kärtchen so aufbewahren, daß sie Dir immer wieder in die Hände fallen, unter die Augen kommen, Du sie immer wieder lesen kannst.
Und nicht mehr aus den Gedanken entlassen.
Sie werden Deine wichtigsten Impulse, die Dich immer wieder in Gang setzen, die Dir helfen, die Panzerung der Krankheit mit Deiner Aktivität zu durchbrechen.
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Fortsetzung Lähmung 2 folgt